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Tarifvertrag landwirtschaft ost

Der größte Teil des Unterschieds zwischen der durchschnittlichen nationalen Produktivität und der Produktivität in der Landwirtschaft hat strukturelle Ursachen. Im allgemeinen ist der Beitrag der Landwirtschaft zur Bruttowertschöpfung jedoch aufgrund der Subsistenzlandwirtschaft und der länderspezifischen Arbeits- und Verbrauchsmuster offenbar geringer. Eine große Zahl von tätigkeiten in den Haushalten im Zusammenhang mit der Landwirtschaft wird in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung oder in der amtlichen Statistik weggelassen. Das Preissystem für landwirtschaftliche Erzeugnisse beeinflusst durch verschiedene Mechanismen auch die Wettbewerbsfähigkeit der anderen Wirtschaftssektoren. In einigen betrachteten Ländern werden eine Reihe von Aspekten der Beschäftigungsbedingungen, des Sozialschutzes und der Arbeitsbeziehungen in der Landwirtschaft durch einen spezifischen, gesonderten Rechtsrahmen geregelt. Zu den Ländern mit spezifischen Rechtsvorschriften, die landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftliche Betriebe definieren und regulieren, gehören Österreich, Belgien, Zypern, die Tschechische Republik, Finnland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien. So legt das Landarbeitsgesetz in Österreich den grundlegenden Rechtsrahmen für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht fest, der für Arbeitnehmer in der Landwirtschaft gilt, wobei die Länder detaillierte Regelungen und Ausführung serezurnen – in der Praxis unterscheiden sich die Grundnormen für Die Beschäftigungsbedingungen und Arbeitszeiten nicht wesentlich von denen anderer Wirtschaftszweige, und die Einzelheiten unterliegen Tarifverhandlungen. Eine Minderheit von Ländern verfügt auch über besondere Regulierungsinstrumente und Bestimmungen, die bestimmte Aspekte der Beschäftigung in der Landwirtschaft regeln. Neben der Mindestlohnregelung in einigen Wenigen Ländern (siehe Tabelle 6 unten) sind Beispiele: Wie oben gesehen, sind die Arbeitsbeziehungen in diesem Sektor alles andere als typisch. Es gibt eine große Vielfalt an Akteuren und einen großen Spielraum für Diskussionen und Verhandlungen, aber einen viel geringeren Spielraum als üblich für Tarifverhandlungen, da die Arbeitnehmer in der Regel nur einen kleinen Teil der Gesamtbeschäftigung ausmachen. Konflikte und Streitigkeiten nehmen daher nicht unbedingt die traditionelle Form von Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern an, sondern sind eher auf Meinungsverschiedenheiten zwischen Akteuren in der Landwirtschaft (Arbeitgeber und/oder Arbeitnehmer) auf der einen Seite und auf der Regierung auf der anderen Seite (manchmal im Zusammenhang mit der Umsetzung der GAP) zurückzuführen.

Die Konflikte, die in diesem Sektor entstehen können, lassen sich in solche einteilen: Im Allgemeinen befassen sich die Tarifverträge in der Landwirtschaft mit den Hauptthemen der Verhandlungen in dem betreffenden Land. Lohn und Arbeitszeit sind die Kernthemen, und andere relativ häufige Themen für Verhandlungen in der Landwirtschaft sind: Ausbildung/Lehrlingsausbildung (wie in Fällen wie Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, der Slowakei); Renten und (Früh-)Ruhestand (wie in Belgien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und der Slowakei); sektorspezifische Sozialleistungen und Versicherungen (wie in Belgien); Kinderbetreuung/Elternbetreuung (wie in Österreich und Dänemark). Es gibt fälle, in denen der Inhalt von Agrarabkommen in “Mainstream”-Bereichen unterschiedlich ist – z. B. kann es spezifisch angepasste Bestimmungen über die Arbeitszeit geben, wie z. B. in Slowenien. Es gibt auch besondere Vereinbarungen oder Bestimmungen zu Fragen von besonderer Bedeutung für die Landwirtschaft, vor allem Aspekte der Saison-/Gelegenheitsbeschäftigung – wie in Frankreich, Ungarn, Italien und den Niederlanden (wo sich subsektorale Abkommen auch mit der Bekämpfung illegaler Arbeitskräfte befassen). Die Landwirtschaft in den europäischen Ländern befindet sich derzeit in einer weiteren Phase eines umfassenden Strukturwandels, der sich auf die Fortsetzung der Konzentration der landwirtschaftlichen Tätigkeiten und die Erhöhung der durchschnittlichen Größe und des Umsatzes der landwirtschaftlichen Betriebe konzentriert; Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit infolge des nationalen und internationalen Wettbewerbs im EU-Binnenmarkt und auf der Grundlage der Regeln der Welthandelsorganisation; Standardisierung, Nivellierung und Harmonisierung der Produktverkaufsregeln; und größere Aufmerksamkeit für die Gesundheit der Tiere, den Schutz der Umwelt und die biologische Vielfalt.


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